Was ist, wenn die Chemie nicht stimmt?

Dann zieht man die Konsequenzen. Es kann immer mal vorkommen, dass man dem anderen mit einem unguten Gefühl gegenübersitzt, sowohl beim Patienten als auch beim Therapeuten. Das ist kein Weltuntergang, sondern lediglich eine Tatsache, auf die man reagieren sollte. Vor allem für Sie als Patient(in) ist es wichtig, ihrem Bauchgefühl zu folgen. Warnt Sie dieses vor einer Beziehung, sollten Sie darauf vertrauen und lieber weitersuchen. Dabei ist es zwar wichtig, Antipathie nicht mit Scham oder anderen symptombedingten Gefühlen zu verwechseln, doch sofern sich Sympathie in der ersten Sitzung nicht einstellt, wird dies erfahrungsgemäß auch in weiteren Stunden nicht der Fall sein.

Gleiches gilt auch für die Seite des Therapeuten, denn auch er ist nur ein Mensch. Manchmal passen Therapeut und Problem einfach nicht zusammen und der Therapeut merkt frühzeitig, dass er einem Patienten aufgrund irgendwelcher Gründe nicht gut helfen kann. In solchen Fällen behält sich auch der Therapeut das Recht vor, eine Therapie abzulehnen. Jedoch sollte Sie diese Option nicht beunruhigen. Wenn es so kommt, dann hat dies nie persönliche Gründe. Vor allem aber geschieht es zu Ihrem Wohl, denn mit einem Therapeuten, den Zweifel plagen, ist man als Patient nicht gut beraten.