Ist Coaching eine Methode, um das viel beschworene «positive Denken» zu lernen?

Jein. Der «think positive!»-Boom der letzten Jahre und Jahrzehnte hat einiges dazu beigetragen, Verfahren wie Therapie und Coaching in Misskredit zu bringen. Denn wer sich Probleme eingestand, war Negativdenker und damit selbst Schuld an seinen Problemen. In seriösen Kreisen des Persönlichkeitstrainigs ist diese Sichtweise zum Glück längst überholt. Denn ein krampfhaftes Positivdenken unter allen Umständen ist nicht nur realitätsfern, sondern schadet auch dem psychischen Gleichgewicht. Wichtig ist es jedoch in jedem Entwicklungsprozess – und da haben die «positive thinkers» zweifellos Recht – eine problemorientierte in eine lösungsorientierte Denkweise umzuwandeln. Ein wirklichkeitsnahes Maß von objektiver Problemanalyse und subjektiver Lösungsfindung ist der gesunde Zwischenweg, der in einem Coaching praktiziert wird.